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am 2022-09-01
Ein bisschen fühlt es sich an, als würde mein Körper mich mit Absicht auf das Kind vorbereiten:
Mitten in der Nacht darf man aufstehen, um auf Toilette zu tapern. Dadurch ist der Nachtschlaf etwa so erholsam, wie wenn man nur die halbe Nacht schlafen kann. Dann wacht man früh auf und kann nicht mehr einschlafen, weil man von innen als Boxsack verwendet wird. Mittags sagt der Körper sich: "Jetzt würde ich gerne ein Nickerchen machen". Also lernt man, nach Bedarf Schlaf nachzuholen.
Die Essenszeiten sind auch mehr oder weniger in Luft aufgelöst. Wenn wir abends kochen, habe ich oft keinen Appetit sobald das Essen vor mir steht, und wenn es dann mal kalt ist startet der Kohldampf. Abgesehen davon, dass das Hungergefühl auf Wanderschaft ist und ich meist erst durch Aufstoßen und Übelkeit daran erinnert werde, zu essen.
Man darf gespannt sein, was noch dazu kommt. Jedenfalls drehen sich meine Gedanken jetzt schon zum Großteil um die Bedürfnisse des Kindes und auch bei fremden Kindern bin ich höchst aufmerksam darauf bedacht, dass sie sicher sind und es ihnen gut geht. Ein paar der Instinkte scheinen also schonmal zu funktionieren.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Kann man darauf überhaupt vorbereitet sein oder wächst man in die Rolle der Mutter erst nach und nach hinein?
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